Blockupy-Festival: 20. bis 23. November in Frankfurt

Unter dem Motto #talk #dance #act startet am kommenden Donnerstag, den 20.11.2014 das Blockupy-Festival in Frankfurt am Main. Vier Tage lang werden sich Teilnehmer_innen aus ganz Europa in der Bankenmetropole treffen, strategische Debatten führen und inhaltlich austauschen.

In verschiedenen Arbeitsgruppen wird auch über die Mobilisierung für die Proteste bei der EZB-Eröffnungsfeier Anfang 2015 beraten. Der Widerstand gegen die Verarmungspolitik in Europa bleibt weiterhin aktuell. Malte Fiedler, Mitglied des Blockupy-Bündnisses, sagt: „Als breites Bündnis wird Blockupy sich auch nach den Protesten gegen die Eröffnungsfeier der EZB nicht zurücklehnen. Wir werden uns zunehmend international vernetzen und damit unsere Kritik an der herrschenden Politik auf die Strasse tragen.“

Am Donnerstag, den 20. November beginnt das Festival mit einer Podiumsdiskussion im DGB-Haus Frankfurt. Unter dem Titel „Die Macht und ihre Plätze – Streifzüge durch ein linkes Europa“ wird Costas Douzinas von der University of London mit Andrea Ypsilanti (Institut Solidarische Moderne) und Sandro Mezzadra (Euronomade) darüber diskutieren, wie eine transnationale politische Strategie zwischen Bewegung, Parlament und Regierung aussehen kann.

Am Freitag, den 21. November diskutieren Ulrike Herrmann, Autorin des Buches „Der Sieg des Kapitals“, und Jannis Milios, Professor für Politische Ökonomie an der Technischen Universität Athen und Verantwortlicher für Wirtschaftspolitik bei SYRIZA über die Gründe für die außergewöhnliche Dauer und Wege aus der Krise. Beide Veranstaltungen werden simultan in Deutsch und Englisch übersetzt.

Außerdem stehen zahlreiche Workshops, Stadtführungen, Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und anderes mehr auf dem Festival-Programm. Am Samstagnachmittag werden wir die Europäische Zentralbank besuchen und ihr symbolisch mit vielen Umzugkartons beim Aussortieren für ihren Umzug in das neue Gebäude behilflich sein: Denn die Pivatisierung öffentlicher Güter ist ebenso das falsche Mittel gegen die Krise wie Verarmung und Spaltung der Bevölkerung nach Herkunft oder Geschlecht – diesen Müll bringen wir zurück!

Detailierte Infos über Orte und Termine sind der Blockupy-Webseite und einem Programm-Reader zu entnehmen.

Das Blockupy-Bündnis ist Teil eines europaweiten Netzwerks und wird koordiniert von vielfältigen sozialen Bewegungen, Gewerkschaften, Parteien und Flüchtlingsinitiativen aus Italien, Spanien, Griechenland, Belgien, Niederlande, Dänemark Frankreich und anderen Ländern. Das bundesweite Blockupy-Bündnis wird getragen von Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener emanzipatorischer Gruppen und Organisationen, darunter die Interventionistische Linke, Attac, Occupy Frankfurt, Gewerkschaften, Jugend- und Studierendenverbände, das Erwerbslosen-Forum Deutschland, die Partei Die Linke, das Netzwerk Friedenskooperative und das Bündnis „Ums Ganze“.

Zum Ursprungstext auf der Homepage von Attac

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Aktionstag Brunnenprojekt Hustadt am 06.09.2014

Ich möchte hier und heute auf ein tolles Projekt aufmerksam machen, das Pater Winfried Pauly in der Bochumer Hustadt ins Leben gerufen hat:

Das ‚Brunnenprojekt Hustadt

Für den kommenden Samstag,  den 06.09.2014 sind die Bewohner der Hustadt und natürlich auch alle anderen Interessierten zu einem Aktionstag zur Standorteröffnung des Brunnenprojekts Hustadt, einer sozialpastoralen Initiative, eingeladen.

Hier der offizielle Einladungstext:

Das Brunnenprojekt ist eine soziale stadtteilbezogene Initiative für die BewohnerInnen der Hustadt. Der Name leitet sich vom zentralen Brunnenplatz ab. Brunnen erschließen, was lebensdienlich ist. Als ursprünglich christliche Initiative suchen und fördern wir den interreligiösen und interkulturellen Dialog.

Die Hustadt im Süden Bochums ist reich an Vielfalt und daher ein guter Lernort. Hier finden sich Menschen mit …

  • einer Vielfalt an kultureller Prägung
  • einer Vielfalt an religiösen Überzeugungen
  • einer Vielfalt an sozialen Schichten
  • einer Vielfalt an Muttersprachen.

Die Vielfalt ist eine Herausforderung, die zur Bereicherung wird, wenn Dialog gelingt. Dialog zu fördern, Brücken zu bauen und einander an den jeweiligen Quellen teilhaben zu lassen, ist unser Ziel. Quellen, aus denen Lebenskraft und Sinn geschöpft wird. Quellen für unser soziales Engagement, für Solidarität, Einsatz für Gerechtigkeit und einfaches Für-einander-da-sein.

Uns ist wichtig

  • Dialog auf Augenhöhe für Jung und Alt
  • partnerschaftliches Miteinander von Haupt- und Ehrenamt
  • Engagement mit Herz und Kompetenz
  • Gastfreundschaft und werschätzende Aufmerksamkeit
  • Kooperation mit anderen Akteuren im Stadtteil

Wer wir sind

Rechtsträgerin des Projektes ist die katholische Pfarrei St. Franziskus.

Das Team unter Leitung von Pater Winfried Pauly, Sozialpastor der Hustadt, wird von einem Beirat (im Aufbau) unterstützt.

Derzeitige Aktivitäten:

Präsenz in der Inneren Hustadt (Streetwork)

  • Gewinnung und Begleitung von Ehrenamtlichen
  • interkultureller und interreligiöser Dialog
  • Brunnentreff (im Aufbau) in der Robert-Koch-Straße 37, einem Ort der Begegnung und Gastfreundschaft
    –          Kontaktbüro
    –          Bastel- und Reparaturwerkstatt
  • Zusammenarbeit mit Einrichtungen des Stadtteils
  • Entwicklung von Projekten

Ehrenamtliche willkommen:

Die kulturelle und religiöse Vielfalt soll sich im Kreis der Ehrenamtlichen widerspiegeln. Wir wertschätzen ehrenamtliche Arbeit durch professionelle Begleitung.

Pater Winfried Pauly
Kontaktbüro demnächst im Brunnentreff:

Robert-Koch-Str. 37 (am Brunnenplatz)
44801 Bochum

0234 / 70 95 29 62 oder 0171 / 31 64 64 2

winfried.pauly@psfb.de

 

Weitere Informationen im Artikel bei Derwesten.de:
http://www.derwesten.de/staedte/bochum/sued/brunnenprojekt-hat-jetzt-eine-feste-adresse-id9803076.html

Weitere Hintergrundinfos zum Projekt gibt es hier:
http://www.stclemens.org/DEUBochumHustadt

Nachtrag (13.09.2014):
Ein Fotoalbum von der Veranstaltung ist hier zu sehen:
https://plus.google.com/photos/104583207191333974650/albums/6058561633114729521?authkey=CLuAwbDx_-nk5wE

Der Alsengarten: Gemeinschaftsgarten Bochum hat endlich ein Zuhause

Der Alsengarten

Die Aktivist/innen vom Gemeinschaftsgarten Bochum haben ein neues Zuhause gefunden. Im Hinterhof der Alsenstraße 19a steht seit dem 03.07.2014 der Alsengarten. Hier trifft man sich s jeden Samstag ab 11.00 Uhr zum gemeinsamen Gärtnern.

Zur Webseite gehts hier: http://urbaneoasen.de/gaerten/gemeinschaftsgarten-bochum/

Die Facebook-Seite findet Ihr hier: https://www.facebook.com/GemeinschaftsgartenBochum

EuGH am 30.04.2014: Börsenabgabe ist rechtens

Großbritannien wollte die Einführung einer Börsensteuer in mehreren Euro-Ländern verhindern, weil es durch den EU-Ratsbeschluss vom Januar 2013 seine Rechte und Pflichten als nicht-teilnehmender Staat missachtet sieht und daher um die Attraktivität seines Finanzplatzes London fürchtet. Die Luxemburger EuGH-Richter wiesen heute, am 30.04.2014  jedoch die Klage ab und entschieden, dass die gemeinsame Finanztransaktionssteuer rechtens ist. (Az.: C-209/13).

mehr zum Thema u.a. hier:
http://www.deutschlandfunk.de/finanztransaktionssteuer-eugh-boersenabgabe-ist-rechtens.1818.de.html?dram:article_id=284038

Ich würde sagen, dass man diese Entscheidung durchaus als Meilenstein für die EU Steuerpolitik bezeichnen darf. Jetzt gilt es noch das Freihandelsabkommen TTIP zu verhindern.

Facebook-Beitrag: „Eine Idee zur Weltrettung“

Ein Fundstück, dass ich gerade bei Facebook gemacht habe… sehr schön… 🙂
Andrea Hirche  hat ihren Beitrag geteilt.

alle hätten mehr als genug, wenn geld und güter gerecht verteilt wären.

das gegenteil passiert: der wohlstand kumuliert sich bei denen, die schon mehr als genug haben – die armen werden immer ärmer und abhängiger. alle warten auf den großen knall…

 

man vermutet oft böse absicht hinter diesem system, aber zum teil sind es aber auch mechanismen, die sich verselbständigt haben, die kapitalistische „maschine“ die nicht mehr zu stoppen ist, weil sie von eigenen gesetzmäßigkeiten regiert wird und ihr nichts mehr entgegengesetzt wird, außer unserer langsam kollektiv aufdämmernden erkenntnis, dass dringender handlungsbedarf besteht.

 

es dämmert vielen, auch den begüterten, dass mit der zuspitzung der lage auch ihre lebensgrundlagen in gefahr sind. genaugenommen sind die lebensgrundlagen in allen bereichen in gefahr – ökonomisch, ökologisch, spirituell… es gibt viele menschen, die um geld zu verdienen dinge tun müssen („ihre seele verkaufen“ – oder sie noch nie gespürt haben), die sie eigentlich als falsch erkennen. aber es gilt das einkommen zu sichern, denn essen, wohnung, heizung, kleidung, bildung, kultur, etc. wollen bezahlt werden….

 

möglicherweise wären viele menschen auch mit einem für die grundbedürfnisse ausreichenden, geringen, sicherem einkommen zufrieden, wenn sie als ausgleich mehr zeit für erfüllende, sinnvolle tätigkeiten, kunst, kultur, heilung, gesund und ökologisch produzierte lebensmittel und waren und soziale kontakte hätten. diese idee ist z.t. auch der ansatz des bedingungslosen grundeinkommens.

 

ich glaube aber, die idee des BGE ist zu kurz gedacht, weil ein bedingungsloses grundeinkommen aus vielerlei gründen nicht langfristig und nachhaltig zur verbesserung der verhältnisse beitragen würde.

der markt würde sich drauf einstellen, waren würden teuer werden; viele menschen wären noch nicht „reif“ für diese art des einkommens, zumal die psychischen schäden der medialen gehirnwäsche der letzten jahrzehnte mindestens genau so lange brauchen, um auszuheilen. außerdem stellt es das zinsgeldsystem als solches nicht in frage…

– aber die BGE-bewegung hat bestimmt in den köpfen vieler menschen etwas bewegt!

 

in meinem bewegt sich folgendes:

 

eigentlich haben wir hier und heute alle möglichkeiten damit anzufangen, neue, konstruktive strukturen zu aufzubauen:

 

– immer mehr menschen „wachen auf“, politisch (sehen, was wirklich gespielt wird) und spirituell (ganzheitliches bewusstsein erwacht ; „wir sind eins“)

– intelligente, gebildete, gut vernetzte, informierte menschen mit dem nötigen gemeinsinn und ganzheiltichem bewusstsein

– immer ausgereiftere möglichkeiten in der computer- und netzwerktechnik; soziale netzwerke im internet

– viele vordenker und erfahrungen, was das geldsystem und alternative währungen aber auch politische systeme angeht

– eine globale bewegung, die veränderung will, die verstanden hat, dass es so nicht weitergehen kann…

– relativen wohlstand, der es zulässt, dass unsere sorge und angagement über die sicherung unserer grundbedürfnisse hinausgeht… den gilt es zu sichern und zu teilen!

 

….aber wie dann?

 

wir brauchen neue, wirkungsvolle, umverteilungsstrukturen!

 

diese strukturen könnte man entwickeln, indem man gemeinschaften gründet, die auf der basis eines bestimmten grundeinkommens soziale, okologische, künstlerische oder auch wirtschaftliche projekte realisieren. diese gemeinschaften können sowohl real, als auch virtuell sein. entscheidend ist, dass sie im sinne des gemeinwohls aktiv sind und sich konstruktiv einbrigen.

 

das reicht vom kleinen selbstversorgerbauernhof bis hin zu größeren gemeinschaften, ethische und ökologische (nahrungsmittel)produktion, einem engagierten sozialen leben, kunst, kultur, techische innovationen, freie energie-technologie, weiterentwicklung der projektstrukturen im internet und computerprogramme, friedes-, bewusstseinsarbeit, sozialer arbeit, bildung, gesundheit, heilwissen, ertc. je nach individuellen neigungen und talenten…

 

innerhalb des netzwerkes könnte man eine eigene währung etablieren, damit die menschen dort untereinander nicht auf geld aus dem zinsgeldsystem angewiesen sind… man könnte eine art „second life“(wer kennt noch diese virtuelle plattforml?) – aber mit realer anbindung und mit realen menschen statt mit avataren – aufbauen.

 

je mehr menschen dazu kommen und das netzwerk beleben, desto attraktiver wird es. profile können wie bei facebook eingesehen werden, man kann kleine „läden“ oder „dienstleisungsbüros“ einrichten. die ganze buchhaltung und administration könnte automatisch über das profil erfolgen – so wie es in vielen spielen auch währungen oder bonuspunkte gibt…

 

facebook hat angeblich auch mit einem kleinen programm unter studenten angefangen….

 

das grundeinkommen in euro bzw. „alter“ zinsgeldwährung würde dann solange wie nötig dazu dienen, miete, stom, heizung, etc. zu bezahlen, man kann aber durch die alternative währung imnnerhalb des netzwerkes immer unabhängiger davon werden.

 

ich könnte mir vorstellen, daß man für die weiterentwicklung und umsetzung dieser idee, sogar geldgeber finden könnte, privat wie öffentlich – das „produkt“, nämlich das florierende netzwerk und schaffung von wohlstand, gesundheit, schutz von ökosystemen, sozialwesen, wohlergehen, zufriedenen, glücklichen menschen lässt sich ja sehen und real überprüfen…

 

die revolution rollt heran, das geht alles nicht mehr lange gut, in griechenland plündert die bevölkerung bereits die felder, weil es ums überleben geht.

 

lasst uns alle möglichkeiten, guten ideen und ansätze, die wir hier und jetzt so haben, vorurteilsfrei betrachten, zusammendenken und daraus lösungen entwickeln!

 

 

Hier der Link zum Facebook-Beitrag: https://www.facebook.com/notes/andrea-hirche/eine-idee-zur-weltrettung/490526297658764

Veranstaltung am 14.05.2014 in München: Wem gehört die Welt? – Globale Megatrends erkennen und gerecht gestalten

hört sich nach einer sehr interessanten Veranstaltung am 14.05.2013 an… schade, dass ich nicht hin kann… aber sicherlich interessant für alle Münchener…

„Hunderte von Ertrunkenen vor Lampedusa, Hungerstreik von Flüchtlingen in München, fremdenfeindliche Anwohnerproteste in Berlin – Flucht und Migration sind spätestens mit dem Bürgerkrieg in Syrien und der Ausweitung des Freizügigkeitsabkommens wieder mitten in der Tagespolitik angekommen. Die jüngsten Ereignisse haben deutlich gemacht, dass ein Weiter so wie bisher kaum möglich ist. Das gilt nicht nur für die europäische Ebene, wo Länder wie Italien, Spanien und Griechenland ungleich mehr Flüchtlinge aufnehmen als etwa Deutschland und die Situation nur unzureichend bewältigen. Das gilt auch innerhalb Deutschlands, wo sich Flüchtlinge zunehmend gegen Bedingungen auflehnen, die ihnen kaum ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen, etwa die Unterbringung in Sammelunterkünften und die Residenzpflicht. Während die Bundesregierung sich gegen eine grundlegende Veränderung der EU-Flüchtlingspolitik verwahrt und vor allem auf die Stärkung der Grenzschutzagentur Frontex und die Bekämpfung der Schleuserkriminalität setzt, fordern Flüchtlingsorganisationen, mehr Menschen in Not in Deutschland aufzunehmen und für legale Fluchtwege und bessere Integration in Deutschland zu sorgen.[…für mehr hier weiterlesen]

[http://www.zeit-verlagsgruppe.de/veranstaltungen/2014/05/wem-gehoert-die-welt-globale-megatrends-erkennen-und-gerecht-gestalten]