Gemeinsame Erklärung gegen den Klimawandel von 60 Vertretern der islamischen Welt in Istanbul unterzeichnet

Mehr als 60 Wissenschaftler, Politiker und geistliche Würdenträger aus etwa 20 islamischen Ländern haben am Dienstag, den 18.08.2015 in Istanbul als Abschlussdokument des „International Islamic Climate Change Symposium“ eine gemeinsame „Islamische Erklärung zum Klimawandel“ unterzeichnet, in der sie die Regierungen der Welt dazu auffordern, im Hinblick auf den UN-Klimagipfel im Dezember in Paris ein weitreichendes Klimaschutzabkommen auf den Weg zu bringen, das eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf höchstens zwei Grad festlegt.

Die Erklärung begründet die Notwendigkeit der Klimaschutzmaßnahmen mit islamischen Glaubensgrundsätzen. Der Mensch habe das von Gott geschaffene Gleichgewicht durch die Treibhausgasemissionen gestört und sei deshalb dafür verantwortlich, den Klimawandel zu stoppen.

Die Unterzeichner fordern die Abschaffung sämtlicher fossiler Brennstoffe, damit innerhalb kurzer Zeit der weltweite Energiebedarf zu 100% aus sauberen Quellen gedeckt werden kann. Nur dadurch könne der Erderwärmung Einhalt geboten und der Armut entgegengewirkt werden.

Link zur „Islamischen Erklärung zum Klimawandel“:
http://islamicclimatedeclaration.org/islamic-declaration-on-global-climate-change/

Krieger des Lichts

gefällt mir… 🙂


Krieger des Lichts
von Martina Shana Haider

Ich bin ein Krieger des Lichts
Und ich steh ein für mein Sein
Für meine Werte
In einer Welt des Scheins,
des Umgekehrten,
wo die Gelehrten Lügen verbreiten
und die Neider Bestätigungen erhalten
von den Medien und der Gunst jener,
die am Leid anderer verdienen

Genug! Es ist genug
Wir ziehen heute in die friedvolle Revolution
Verkündend das, was wirklich zählt in dieser Welt
Die Krieger des Lichts

Genug ist Genug,
wir haben lange zu gesehen,
unsere Waffen der Liebe gespitzt,
welche sind: Worte und Taten,
die nicht lange mit ihrer Umsetzung warten,
sondern erfolgen: direkt
nicht versteckt

Diese Unmittelbarkeit
Verwirrt von Zeit zu Zeit
Denn manch einer kennt sich nicht mehr aus,
wenn ein anderer in seine Kraft geht,
für sich und seine Werte einsteht
und sich selbst lebt

dann geschieht etwas,
was große Lichtkraft in sich trägt
Die Entfaltung des eigenen Lichtschwerts,
das pure Liebe ist.

Viele Menschen haben Angst vor diesem Schwert,
denn es ist ein Schwert der Freiheit
und je mehr Freiheit man erhält
umso mehr Verantwortung für sich selbst,
die eigenen Taten, Wünsche, Ziele und Manifestationen
hat man.

Für sich und die Welt,
zu entscheiden wohin der eigene Weg geht.
Und das dies wiederum die Welt bewegt,
denn eigenen Weg zu gehen, den man bestimmt
und zu sehen, hey, ich bin nicht allein

es darf alles trotzdem und gerade deshalb da sein,
da ich im Frieden mit mir bin,
nehm ich die Welt gelassen hin,
denn es wird so sein wie es sein soll
und ich kann meinen Teil geben,
so ist das Leben.

Ich entscheide mich mein Bestes zu geben,
meinen Beitrag für eine friedvolle Welt zu geben
und ich entscheide mich vor allem fürs LEBEN.
Denn hier auf dieser Erde bin ich nicht allein,

das ist nur Schein,
wir sind alle miteinander verbunden,
und wenn wir dies von Herz zu Herz bekunden,
erweckt das die Lichtkraft in Allem.
(….)

Quelle: http://www.die-friedvolle-revolution.com/Revolution/Lyrics_Krieger_des_Lichts.html

Umstrittene Flüchtlings-Beerdigung: „Die Toten kommen“ nach Berlin

Das Flüchtlingsdrama im Süden Europas hat es in diesem Jahr auf die Titelseiten geschafft. Nach der zunächst heftigen Debatte über politische Rahmenbedingungen für den Umgang mit Flüchtlingen ist es in den Medien wieder sehr ruhig geworden.

Das Zentrum für Politische Schönheit bringt das Thema jetzt mit einer provokanten Aktion zurück in die Öffentlichkeit. Genauer gesagt: sie bringen die Toten in die Öffentlichkeit.

In dieser Woche wurden bereits zahlreiche Ermordete nach Deutschland gebracht und hier würdig beerdigt.

Am morgigen Sonntag, den 21.06.2015, bringt ein Marsch der Entschlossenen weitere Tote zum Kanzleramt, um sie direkt vor den politischen Entscheidungsträgern zu beerdigen. Auf dem Vorplatz des Kanzleramtes soll eine Gedenkstätte der besonderen Art entstehen: ein Friedhof für die „unbekannten Einwanderer“. Da die Europäische Union viel mehr Friedhöfe für ihre tödliche Politik benötigt, müssen auch in Deutschland neue Felder entstehen. Angeführt von einem Bagger treten Entschlossene einen stillen Marsch zum Kanzleramt an, um dort friedlich die Grundsteine für einen Gedenkfriedhof zu legen.

Sonntag, 21. Juni 2015, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Unter den Linden 12 (Ecke Charlottenstraße)
10117 Berlin.

Urban Gardening – Gärtnern und die Welt verändern

„Urban Gardening“ – das heißt soviel wie „städtisches Gärtnern“. Die Bewegung kommt ursprünglich aus den USA. Die ersten Stadtgärten gab es in New York. Sogar Präsidentengattin Michelle Obama hat sich der Bewegung angeschlossen. Ähnliche Projekte gibt es seit einiger Zeit auch in Deutschland.

Nach dem Vorreiter der Stadt Todmorden in England (was für ein Name) ist beispielsweise in Andernach die Idee einer „Essbaren Stadt“ entstanden. Dort wird an Stadtmauer Gemüse angepflanzt und jeder kann sich dort bedienen.

Aber auch in anderen Städten sehen Stadtplaner und Wissenschaftler im ‚Urban Gardening‘ eine Chance, den sozialen und ökologischen Problemen unserer heutigen Welt entgegenzutreten.

Wen das Thema weitergehend interessiert, dem empfehle ich auf jeden Fall einen Blick in den aktuellen Forschungsbericht der Friedrich-Schiller Universität in Jena:

http://ufer-projekte.de/wp-content/uploads/2013/01/Forschungsbericht-Nachhaltigkeitskonzeption-Urban-Gardening_geschwärzt.pdf

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Inwieweit Urban Gardening die Welt verändern kann, dazu werde ich hier in den nächsten Tagen  noch weitergehende Informationen und Links zur Verfügung stellen. (Bochum, den 27.05.2015)

Creative Commons als Comic erkärt…

Habe beim Stöbern im Netz gerade auf netzpolitik.org etwas sehr Interessantes gefunden:

Der brasilianische Künstler @nerdson hat einen Comic erstellt, der die Creative Commons erklärt.

cc_comic

Da die Vorlage unter einer CC-BY-Lizenz steht und die Rohdateien im Netz zu finden sind, hat Linus Neumann daraus eine deutschsprachige Version gemacht:

cc_comic4

Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, wie gut die Creative Commons funktioniert.

Of Greeks and Germans: Re-imagining our shared future

Unter dem Titel ‚Of Greeks and Germans: Reimagining our shared future‘ (Von Griechen und Deutschen: unsere gemeinsame Zukunft neu überdenken) veröffentlichte Yanis Varoufakis gestern einen Beitrag in seinem Blog, in welchem er seine kritische Sicht gegenüber den “Rettungspaketen” für Griechenland von 2010 und 2012 näher erläutert und darüber hinaus Vorschläge macht, wie die Beziehung zwischen den beiden Ländern zukünftig neu gestaltet werden kann.

Update 25. März 2015:
Varoufakis hat seinen Artikel zwischenzeitlich gelöscht und ihn in einer erweiterten Version unter http://www.project-syndicate.org/commentary/greek-bailout-restructuring-by-yanis-varoufakis-2015-03 veröffentlicht.

Der freie Autor Manfred Fröhlich berichtet in der Freitag-Community auf deutsch:
https://www.freitag.de/autoren/manfred-froehlich/die-genialste-problemloesung-fuer-griechenland

—–

Hier noch der Text des ursprünglichen Posts, den ich noch auf der Seite http://www.nakedcapitalism.com/2015/03/yanis-varoufakis-greeks-germans-re-imagining-shared-future.html  finden konnte.

Any sensible person can see how a certain video[1] has become part of something beyond a gesture. It has sparked off a kerfuffle reflecting the manner in which the 2008 banking crisis began to undermine Europe’s badly designed monetary union, turning proud nations against each other.

When, in early 2010, the Greek state lost its capacity to service its debts to French, German and Greek banks, I campaigned against the Greek government’s quest for an enormous new loan from Europe’s taxpayers. Why?

I opposed the 2010 and 2012 ‘bailout’ loans from German and other European taxpayers because:

  • the new loans represented not a bailout for Greece but a cynical transfer of losses from the books of the private banks to the weak shoulders of the weakest of Greek citizens. (How many of Europe’s taxpayers, who footed these loans, know that more than 90% of the € 240 billion borrowed by Greece went to financial institutions, not to the Greek state or its citizens?)
  • it was obvious that, at a time Greece could not repay its existing loans, the austerity conditions for giving Greece the new loans would crush Greek nominal incomes, making our debt even less sustainable
  • the ‘bailout’ burden would, sooner or later, weigh down German and other European taxpayers once the weaker Greeks buckled under their mountainous debts (as moneyed Greeks had already shifted their deposits to Frankfurt, London etc.)
  • misleading peoples and Parliaments by presenting a bank bailout as an act of ‘solidarity to Greece’ would turn Germans against Greeks, Greeks against Germans and, eventually, Europe against itself.

In 2010 Greece owed not one euro to German taxpayers. We had no right to borrow from them, or from other European taxpayers, while our public debt was unsustainable. Period!

That was my ‘controversial’ point in 2010: In 2010, Greece should have borrowed not one euro before entering into debt restructuring procedures and partially defaulting to its private sector creditors.

Well before the May 2010 ‘bailout’, I urged European citizens to tell their governments not to even think of transferring private losses to them.

To no avail, of course. That transfer was effected soon after[2] with the largest taxpayer-backed loan in economic history given to the Greek state on austerity conditions that have caused Greeks to lose a quarter of their income, making it impossible to repay private and public debts, and causing a hideous humanitarian crisis.

That was then, in 2010. What should we do now, in 2015, that Greece remains in crisis and our people, the Greeks and the Germans, have, regrettably but also predictably, descended into a mutual ‘blame game’?

First, we should work towards ending the toxic ‘blame game’ and the moralising finger-pointing which benefit only the enemies of Europe.

Secondly, we need to focus on our joint interest: On how to grow and to reform Greece rapidly, so that the Greek state can best repay debts it should never have taken on while looking after its citizens as a modern European state ought to do.

In practical terms, the 20th February Eurogroup agreement offers an excellent opportunity to move forward. Let us implement it immediately, as our leaders have urged in yesterday’s informal Brussels meeting.

Looking ahead, and beyond current tensions, our joint task is to re-design Europe so that Germans and Greeks, along with all Europeans, can re-imagine our monetary union as a realm of shared prosperity.

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[1] Whose showing derailed an otherwise constructive discussion on German television.

[2] First in May 2010 (€110 billion) and then again in the Spring of 2012 (another €130 billion).

OVG Schleswig: Facebook darf vorerst auch weiterhin Konten von Nutzern sperren, die nicht ihre Echtdaten (”Klarnamen”) angeben

Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hat mit Beschluss vom 22.04.2013 (Az. 4 MB 10/13 und 4 MB 11/13) im ‚Facebook-Klarnamenstreit‘ zwei Beschwerden des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz (ULD) zurückgewiesen und erklärt, dass das soziale Netzwerk Facebook vorerst auch weiterhin Konten von Nutzern, die nicht ihre Echtdaten („Klarnamen”) angeben, sperren darf. Maßgeblich hierfür war der Umstand, dass das Gericht die Auffassung des Verwaltungsgerichts bestätigte, es komme vorliegend ausschließlich irisches Datenschutzrecht zur Anwendung. Offen ist außerdem geblieben, ob die Möglichkeit pseudonymer Nutzung auch nach irischem Datenschutzrecht gewährleistet sein müsse, weil das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz dies im Beschwerdeverfahren nicht dargelegt habe. Anbei die Pressemitteilung des Senats vom 23.04.2013:

“Das soziale Netzwerk Facebook darf vorerst auch weiterhin die Konten von Nutzern, die nicht ihre Echtdaten („Klarnamen”) angeben, sperren. Das Oberverwaltungsgericht Schleswig hat gestern in zwei Beschlüssen die Beschwerden des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz gegen die Mitte Februar zugunsten von Facebook USA und Facebook Irland ergangenen Beschlüsse des Verwaltungsgerichts zurückgewiesen. Damit bleibt es bei der aufschiebenden Wirkung der Klagen von Facebook gegen die entsprechenden Anordnungen des ULD vom Dezember 2012.

Facebook verlangt von seinen Nutzern bei der Registrierung die Angabe ihrer wahren Daten und sperrt die Konten von Nutzern, die nicht ihren korrekten Namen angegeben haben. Das ULD hatte unter Verweis auf das deutsche Datenschutz- und Telemedienrecht Facebook USA und Facebook Irland aufgegeben, Nutzern die Angabe eines Pseudonyms zu ermöglichen und Konten in diesen Fällen zu entsperren. Das Verwaltungsgericht hatte den Eilanträgen von Facebook hiergegen stattgegeben, weil deutsches Recht nach der Europäischen Datenschutzrichtlinie und dem Bundesdatenschutzgesetz auf die Verarbeitung der Facebook-Nutzerdaten nicht anwendbar sei, sondern ausschließlich irisches Datenschutzrecht. Die Datenverarbeitung finde nämlich bei der irischen Niederlassung von Facebook statt.

Das Oberverwaltungsgericht hat entschieden, dass für das Eilverfahren von einer Tätigkeit der irischen Niederlassung im Bereich der Nutzerdatenverarbeitung auszugehen sei. Allein diese Tätigkeit sei nach der EU-Datenschutzrichtlinie und dem Bundesdatenschutzgesetz ausreichend für die ausschließliche Anwendung irischen Datenschutzrechts. Ob möglicherweise Facebook USA als sog. verantwortliche Stelle die maßgeblichen Entscheidungen über die Datenverarbeitung treffe, sei für die Frage des anwendbaren Rechts nicht erheblich. Deutsches Datenschutzrecht sei auch nicht wegen der Existenz der ausschließlich im Bereich Anzeigenakquise und Marketing tätigen Hamburger Facebook Germany GmbH anwendbar. Dass die Möglichkeit pseudonymer Nutzung auch nach irischem Datenschutzrecht gewährleistet sein müsse, habe das ULD im Beschwerdeverfahren nicht dargelegt.
Die Beschlüsse vom 22. April 2013 (Aktenzeichen 4 MB 10/13 und 11/13) sind unanfechtbar.”

Link zur Presseerklärung auf schleswig-holstein.de:
http://www.schleswig-holstein.de/OVG/DE/Service/Presse/Pressemitteilungen/23042013OVG_Facebook_Klarnamen.html